Das Öko-Update fürs Fertighaus
Wednesday, March 3rd, 2010
Wednesday, March 3rd, 2010
Wednesday, February 10th, 2010
Aus meinem News Archiv: 23. Jänner 2010
Früher “Baustoff für Arme”, heute für Gesundheitsbewusste. Das Material ist vielseitig einsetzbar – geschüttet, gestampft, verputzt.
Das haben die Dorfbewohner zuletzt in der Nachkriegszeit gesehen. Damals, als es an allem mangelte, war Lehm das einzige Baumaterial, mit dem die Bewohner ihre kaputten Wände ausbesserten. Dass die junge Familie nun diesen „Baustoff für Arme“ auf Sattelschleppern anfahren ließ, verblüffte die Dorfbewohner in Ihlow in der märkischen Schweiz. Bauherr Matthias Hein experimentiert als Bühnenbildner von Berufs wegen mit Materialien. Den Ausschlag für Lehm gab aber eine Stampflehmwand in der Berliner Kapelle der Versöhnung in seiner früheren Nachbarschaft. „Wir fanden die Ausstrahlung des Materials ganz wunderbar. Zudem sprachen ökologische Gründe dafür“, sagt Hein. Errichtet hat die sieben Meter hohen Stampflehmwände der Kirche der Vorarlberger Martin Rauch, der als einer der Pioniere des modernen Lehmbaus gilt und zahlreiche Gebäude in Europa, Afrika und Asien errichtet hat.
Alte Häuser aus Lehm gibt es noch viele in Österreich. Wie viele moderne Wohnhäuser aus dem Naturstoff in den vergangenen Jahren hierzulande gebaut wurden, kann Lehmbau-Fachmann Rauch nicht genau sagen. „Allein in Vorarlberg sind es vier oder fünf neue Häuser“, sagt er. Gerade wurde sein eigenes Wohnhaus in Schlins zu einem der „besten Häuser des Jahres 2009“ gekürt. Der dreigeschoßige moderne Kubus ragt aus einem Steilhang empor und wurde komplett aus dem Aushub der eigenen Baustelle errichtet. Gedämmt ist er mit natürlichen Materialien wie Schilf und Kork. Trotz der strengen Formensprache wirken die rauen Wände in hellen bis rötlichen Erdtönen wohnlich. „Das Lehmhaus ist das Ergebnis langjähriger Forschung mit dem Material. Diese Erfahrung im eigenen Wohnhaus täglich zu erleben, rundet die Arbeit ab“, sagt Rauch.
Das Traditionsmaterial erlebte in den vergangenen Jahren ein kleines Comeback. Kindergärten, Schulen, Museen, Eigenheime und sogar Büro-Passivhäuser werden wieder aus dem erdigen Baustoff errichtet. Die Motive: Lehm ist verfügbar, lässt sich mit geringem Energieaufwand verarbeiten und gibt zudem keine Schadstoffe ab. Stattdessen regulieren die Mauern die Luftfeuchtigkeit im Raum, speichern Wasserdampf und geben ihn wieder ab, wenn die Luft ausgetrocknet ist. Außerdem ist er recycelbar und schadstofffrei – alles gut fürs Wohnwohlbefinden. „Wenn heute Lehm verwendet wird, dann vor allem wegen der gesundheitlichen Aspekte“, sagt daher auch Ute Muñoz-Cerny, Architektin beim Österreichischen Institut für Baubiologie und Bauökologie.
Ein Wermutstropfen: Es ist recht arbeits- und damit kostenintensiv, den Lehm zu verarbeiten. Weniger schwierig als noch vor zehn, 15 Jahren hingegen ist es, Fachleute zu finden, die mit dem Material arbeiten können, sagt Muñoz-Cerny. „Auch wenn man in vielen Regionen schon vergessen hatte, wie man mit Lehm umzugehen hat, und es erst wieder erlernen musste.“
Architektonisch ist mit Lehm fast alles möglich. Nur im Hochwassergebiet empfiehlt er sich nicht als Baumaterial. Denn fließendem Wasser hält der Naturstoff nicht stand. Ansonsten gibt es nach Einschätzung des Kasseler Architekturprofessors Gernot Minke, der das Material seit mehr als 30 Jahren erforscht und erprobt, keine Einschränkungen. „Lehmhäuser können jahrtausendealt werden“, sagt er. Ein Dachüberstand, Spritzwassersockel und Anstriche schützen vor Regen.
Am häufigsten werden mehrschalige Konstruktionen gebaut – mit Innenschalen aus Lehmsteinen oder Lehmschüttung und einer Dämmung. Kostspieliger sind tragende Wände aus Stampflehm. Schicht für Schicht füllen bei dieser Methode die Bauleute in eine Verschalung und verdichten diese dann unter hohem Druck. An der Maserung der fertigen Wand lassen sich noch die einzelnen Schritte ablesen.
„Mit handwerklicher Begabung kann man dabei auch sehr viel Eigenleistung erbringen, das senkt die Kosten“, berichtet Bauherr Matthias Hein. Außen hat er seine Wände mit einer Hanfdämmung so verpackt, dass die solarthermische Anlage meist als Heizung ausreicht und die Familie den Holzofen nur selten in Gang setzen muss.
Häufiger werden hierzulande jedoch nicht ganze Wände aus Lehm gebaut, sondern mit ihm verputzt. Auch in dieser Form kommen seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften zum Tragen, sagt Muñoz-Cerny. Allerdings muss man darauf achten, dass die Schicht eine gewisse Stärke hat: Sie sollte mindestens 20 bis 25 Millimeter dick sein. Und bei Farben und Anstrichen muss man auf diffusionsoffene Varianten zurückgreifen – also solche, die Wasserdampf durchlassen und ihn nicht aussperren.
(”Die Presse”, Print-Ausgabe, 23.01.2010)
Thursday, December 3rd, 2009
Aus meinem NEWS Archiv: 19. May 2007
Japan. Die Industrienation gilt als eines der grünsten Länder weltweit und als Öko-Pionier. In den Haushalten hat sich das Energiesparen aber noch nicht durchgesetzt.
Tokio. Philosophisch betrachtet sind die Japaner schon von ihren Wurzeln her die geborenen Grünen. Ihre Shinto-Religion sieht die Götter in jedem Berg, jedem Baum, jeder Pflanze – die ganze Natur ist zu verehren. Dem Anschein nach sind die Japaner in der Realität jedoch notorische Umweltsünder.
Die 26.650 Kilometer Küste der vier Hauptinseln sind gnadenlos zubetoniert. Ihre Großstädte sind steinerne Moloche, durchzogen von Hochstraßen auf Betonstelzen. Ihre Häuser sind nach einhelliger Ansicht qualifizierter Architekten fast schon kriminell schlecht isoliert. Bisher hat noch jeder Astronaut vom All aus Tokios Lichtermeer mit seinen glitzernden Werbetafeln ausgemacht. Die Industrienation zweifelt diesen scheinbaren Widerspruch gar nicht an. Sie hält ihn für den Preis dafür, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu managen.
Aus Japans Sicht sollte deshalb Energieverbrauch nicht allein in absoluten Zahlen gemessen werden, sondern besser in der Relation zum Ergebnis und in den Anstrengungen der Nation, diesen Nützlichkeitseffekt ständig zu erhöhen. Die Wirklichkeit scheint dieser These Recht zu geben. Japan verbraucht pro Kopf der Bevölkerung etwa halb soviel Energie wie die USA, erzielt damit aber in etwa das selbe Pro-Kopf-Einkommen. Die jüngsten Klimaziele der EU werden in Tokio fast schon milde belächelt. „Mit unserem Programm, den Haushalten einen Kauf energiesparender Geräte zu subventionieren, sind wir der EU um 20 Jahre voraus“, jubelt Takayuki Uedo, Manager bei der japanischen Behörde für nationale Ressourcen.
Moralische Verpflichtung
Zweifelsfrei ist Japans Industrie bei vielen Neuerungen ein grüner Pionier. Toyota und Honda brachten das energiesparende Hybridauto zur Serienreife. Die fünf größten Produzenten von Solar-Brennzellen sind in Japan zu Hause. Die Regierung unterhält mit der „Organisation zur Entwicklung Neuer Energien und Industrietechnologien“ ein Forschungsinstitut, dessen Ergebnisse allen Konzernen zugänglich sind. „Energiesparen ist ein Problem der moralischen Dimension“, behauptet Umweltminister Masatoshi Wakabayashi, der sich mit einer grünen Feder am Jackett als Öko-Freak ausweist. „Wir haben die Message der Natur verstanden und darüber ein nationales Verständnis erzielt“, sagt er.
Japan bleibt eigentlich nicht viel anderes übrig, als äußerst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Die wirtschaftliche Supermacht verfügt über keinen Tropfen eigenes Öl und über kein Gas. Fast zwei Drittel ihrer Nahrungsmittel müssen die 127 Mio. Japaner importieren, nur bei Reis könnten sie sich notfalls selbst versorgen. Dennoch leistet sich Japan an teils kuriosen Orten erstaunliche Verschwendung. Beinahe alle Japaner besitzen und benutzen fast ununterbrochen ein Handy mit TV- und Game-Funktion oder Navigationssystem. Rund 80 Prozent der Haushalte verfügen über eine Toilette, die mit Heizung sowie Gerät zur Messung der Körpertemperatur und anderem energieaufwendigen Schnickschnack ausgerüstet ist.
Sicher gibt es mehr oder weniger ernsthafte Bemühungen, den unnötigen Energieverbrauch einzudämmen. Die Regierung erfand für den Sommer „Cool Biz“, was die Büroangestellten von der Pflicht zu Sakko und Krawatte entbindet und die Klimaanlagen entlasten soll. Im Winter erlaubt „Warm Biz“ den Pullover als amtliche Geschäftskleidung. Aber bisher halten sich die wenigsten an diese ungewohnte Etikette. Selbst Umweltchef Wakabayashi räumt ein, dass sich bisher nur 1,8 Mio. Japaner verpflichtet haben, unnötiges Licht auszuschalten. Von einer offiziell verkündeten „Obsession“ der Japaner zum privaten Energiesparen kann deshalb kaum die Rede sein, auch wenn die Industrie diesen Trend vorantreiben möchte. So werden neuerdings Heizer angeboten, die mit einem Sensor die Wärme in Richtung der im Raum befindlichen Menschen lenken. Kühlschränke geben ein Warnsignal ab, wenn deren Tür zu lange offen steht. „Energienavigatoren“ steuern vollautomatisch den Verbrauch eines Haushalts.
Subventions-Wahnsinn
Aber das größte Sparpotenzial liegt eindeutig in Bereichen, die zum unverzichtbaren nationalen Stolz zählen: Transport und Service. In Zeiten steigender Ölpreise erweist sich das als genial eingeschätzte Prinzip „Just in Time“, also die Anlieferung von Produktionsteilen exakt zum nötigen Zeitpunkt, als energiefressende Umschichtung der Lagerhaltung von der Halle auf die Straße. Zudem liefern Millionen kleiner Lkw täglich landesweit fast alles aus, was der Kunde wünscht – Koffer und Golfgepäck zum Flugplatz, Wein und Bier aus dem Supermarkt, und sei es sogar frische Bratwurst vom europäischen Fleischer in der Nachbarstadt. Japans Regierung subventioniert durch Steuerverzicht auf Benzin diesen kollektiven Dienstleistungswahnsinn. Ein Liter Super kostet deshalb in Tokio umgerechnet gerade einmal 80 Cent.
(”Die Presse”, Print-Ausgabe, 19.05.2007)
Thursday, December 20th, 2007
Nanosolar – Solar now cheaper than coal article!
Further Reading (by celsias):
* Popular Science, Nov 12, 2007
Nanosolar: Top Innovation of the Year 2007
* Forbes, July 9, 2007
Solar Power Heats Up With Nanotechnology
* Plenty Magazine, March 17, 2007
Nanosolar: #1 of Green Energy Top 20 (PDF)
* Energy and Capital, March 16, 2007
A New Day Dawns for Solar
U.S. DoE selects Nanosolar for $20m grant
* National Geographic, Aug 2005
Powering the Future
* History Channel, Dec 30, 2004
Modern Marvels: Energy Technology (MPEG video)
Tuesday, December 18th, 2007
After five years of product development – including aggressively pipelined science, research and development, manufacturing process development, product testing, manufacturing engineering and tool development, and factory construction – we now have shipped first product and received our first check of product revenue.
We are grateful to everyone who supported us through all these years and the many occasions where there appeared to be mile-high concrete walls in our path; the unusual intensity and creativity of our team deserves all the credit for achieving this major milestone today.
Our product is defining in more ways I can enumerate here but includes:
- the world’s first printed thin-film solar cell in a commercial panel product;
- the world’s first thin-film solar cell with a low-cost back-contact capability;
- the world’s lowest-cost solar panel – which we believe will make us the first solar manufacturer capable of profitably selling solar panels at as little as $.99/Watt;
- the world’s highest-current thin-film solar panel – delivering five times the current of any other thin-film panel on the market today and thus simplifying system deployment;
- an intensely systems-optimized product with the lowest balance-of-system cost of any thin-film panel – due to innovations in design we have included.
Today we are announcing that we have begun shipping panels for freefield deployment in Eastern Germany and that the first Megawatt of our panels will go into a power plant installation there.
As far as the first three of our commercial panels are concerned:
Panel #1 will remain at Nanosolar for exhibit.
Panel #2 can be purchased by you in an auction on eBay starting today.
Panel #3 has been donated to the Tech Museum in San Jose.
[These are obviously not the first three we ever produced – we have produced loads for testing – but these are the first three of what we consider our commercial panels.]
Friday, December 7th, 2007
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Did you ever think about installing a solar panel system on your house, but wondered if it is the right thing to do looking at a payback of investment time of up to five years? We, AnConn Energy, hold the key to a patent-pending technology that can triple the amount of electricity from solar energy when compared to other solar power generating technologies. Our planet is in the middle of an energy crisis, the solution and technology is called SOLARCATCH, let’s do it!
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This is the logo of this years product that we are representing at the MIT 100k Entrepreneurship Competition. We might still change the font, we will see
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More INFO to come!
Friday, December 7th, 2007
Once again I decided to join the 100k Entrepreneurship competition. This time with a team from NY collaborating on a solar panel invention that could potentially triple the efficiency of todays solar energy systems. The technology is called SOLARCATCH. On Monday, this week, we entered the Warm-Up Challenge called 100k Entrepreneurship Executive Summary Contest. The award ceremony will take place on the 13th of December. Let’s see what happens.
Thursday, April 12th, 2007
Tuesday, March 20th, 2007
Thursday, November 30th, 2006
S.M. Stephen Steiner III and DI Daniel Pressl in front of their poster featuring the design of a novel insulation material approach for army needs.
The team DeltaX was cheered upon introducing their novel approach of combining new materials into a simple design to make insulation superior to any currently in use. The team received the maximum amount of funding of $1000 and is already planning to build the prototype to compete at the finals, spring 2007.
ISN in the NEWS
2003, MIT contest designed to help soldiers
At the Massachusetts Institute of Technology’s first annual Soldier Design Competition, an auditorium of students listened intently to a towering paratrooper in a buzz cut. While he spoke, students took turns trying on his Kevlar vest. The body armor, made of a carbon composite material, weighs 16 pounds — about the heft of a typical college backpack — and it is hard to imagine strapping it on during a hot day in Iraq.
The paratrooper, Lieutenant Col. Charles Dean, who wore the jacket and 90 pounds of additional gear when he fought in Afghanistan last year, said it was unbelievably uncomfortable, but better than no protection at all.
That’s why Dean was at the event: To see if any of the fresh-faced students before him can help the Army keep its soldiers safe without weighing them down so much. Dean wants them to use their engineering creativity to design better protective clothing, backpacks and even quiet Velcro that won’t attract the enemy’s attention when ripped open on the battlefield.
The prize: $5,000 and the chance to put their technology on the market.
Each five-member team — which must include at least two students and be rounded out by others with an MIT connection — has until Monday to come up with a rough scheme. A panel of scientists and senior military personnel will winnow those ideas down on Nov. 17 to semifinalists, who will get $750 to spend on materials to build a prototype. First-, second- and third-prize winners will be declared in February.
Competition categories include making bolt cutters that are smaller and lighter than the current Army-issued version, which weigh 10 pounds. Soldiers have been buying their tools from Home Depot instead.
And then there is the “holy grail,” a self-cooling soldier suit.
“Managing a person’s temperature while they work is a hard problem,” said Edwin “Ned” Thomas, MIT professor of Materials Science and director of the school’s Institute for Soldier Nanotechnologies. “Solutions can’t be bulky. If you are in Iraq and Afghanistan and the air temperature is 110 degrees, and you are carrying a rucksack and body armor, your body temperature may go up to 125 degrees.”
“The idea was to tap into the talent pool of undergrads and get students thinking about real Army problems,” Thomas said. The contest is sponsored by corporate partners such as DuPont, Dow Corning and Raytheon.
WENDY WOLFSON
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