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Archive for the ‘NEWS Archive’ Category

Das Öko-Update fürs Fertighaus

Wednesday, March 3rd, 2010

Aus meinem News-Archiv: 13./14. 02.2010

DiePresseFertigbauhaussanierungTEXT

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 13./14.02.2010)

Nachhaltiger Lehm: Aus dem Boden gestampft

Wednesday, February 10th, 2010

Aus meinem News Archiv: 23. Jänner 2010

Früher “Baustoff für Arme”, heute für Gesundheitsbewusste. Das Material ist vielseitig einsetzbar – geschüttet, gestampft, verputzt.

Das haben die Dorfbewohner zuletzt in der Nachkriegszeit gesehen. Damals, als es an allem mangelte, war Lehm das einzige Baumaterial, mit dem die Bewohner ihre kaputten Wände ausbesserten. Dass die junge Familie nun diesen „Baustoff für Arme“ auf Sattelschleppern anfahren ließ, verblüffte die Dorfbewohner in Ihlow in der märkischen Schweiz. Bauherr Matthias Hein experimentiert als Bühnenbildner von Berufs wegen mit Materialien. Den Ausschlag für Lehm gab aber eine Stampflehmwand in der Berliner Kapelle der Versöhnung in seiner früheren Nachbarschaft. „Wir fanden die Ausstrahlung des Materials ganz wunderbar. Zudem sprachen ökologische Gründe dafür“, sagt Hein. Errichtet hat die sieben Meter hohen Stampflehmwände der Kirche der Vorarlberger Martin Rauch, der als einer der Pioniere des modernen Lehmbaus gilt und zahlreiche Gebäude in Europa, Afrika und Asien errichtet hat.

In Erdtönen gehalten

Alte Häuser aus Lehm gibt es noch viele in Österreich. Wie viele moderne Wohnhäuser aus dem Naturstoff in den vergangenen Jahren hierzulande gebaut wurden, kann Lehmbau-Fachmann Rauch nicht genau sagen. „Allein in Vorarlberg sind es vier oder fünf neue Häuser“, sagt er. Gerade wurde sein eigenes Wohnhaus in Schlins zu einem der „besten Häuser des Jahres 2009“ gekürt. Der dreigeschoßige moderne Kubus ragt aus einem Steilhang empor und wurde komplett aus dem Aushub der eigenen Baustelle errichtet. Gedämmt ist er mit natürlichen Materialien wie Schilf und Kork. Trotz der strengen Formensprache wirken die rauen Wände in hellen bis rötlichen Erdtönen wohnlich. „Das Lehmhaus ist das Ergebnis langjähriger Forschung mit dem Material. Diese Erfahrung im eigenen Wohnhaus täglich zu erleben, rundet die Arbeit ab“, sagt Rauch.

Das Traditionsmaterial erlebte in den vergangenen Jahren ein kleines Comeback. Kindergärten, Schulen, Museen, Eigenheime und sogar Büro-Passivhäuser werden wieder aus dem erdigen Baustoff errichtet. Die Motive: Lehm ist verfügbar, lässt sich mit geringem Energieaufwand verarbeiten und gibt zudem keine Schadstoffe ab. Stattdessen regulieren die Mauern die Luftfeuchtigkeit im Raum, speichern Wasserdampf und geben ihn wieder ab, wenn die Luft ausgetrocknet ist. Außerdem ist er recycelbar und schadstofffrei – alles gut fürs Wohnwohlbefinden. „Wenn heute Lehm verwendet wird, dann vor allem wegen der gesundheitlichen Aspekte“, sagt daher auch Ute Muñoz-Cerny, Architektin beim Österreichischen Institut für Baubiologie und Bauökologie.

Vergessenes Wissen

Ein Wermutstropfen: Es ist recht arbeits- und damit kostenintensiv, den Lehm zu verarbeiten. Weniger schwierig als noch vor zehn, 15 Jahren hingegen ist es, Fachleute zu finden, die mit dem Material arbeiten können, sagt Muñoz-Cerny. „Auch wenn man in vielen Regionen schon vergessen hatte, wie man mit Lehm umzugehen hat, und es erst wieder erlernen musste.“

Architektonisch ist mit Lehm fast alles möglich. Nur im Hochwassergebiet empfiehlt er sich nicht als Baumaterial. Denn fließendem Wasser hält der Naturstoff nicht stand. Ansonsten gibt es nach Einschätzung des Kasseler Architekturprofessors Gernot Minke, der das Material seit mehr als 30 Jahren erforscht und erprobt, keine Einschränkungen. „Lehmhäuser können jahrtausendealt werden“, sagt er. Ein Dachüberstand, Spritzwassersockel und Anstriche schützen vor Regen.

Am häufigsten werden mehrschalige Konstruktionen gebaut – mit Innenschalen aus Lehmsteinen oder Lehmschüttung und einer Dämmung. Kostspieliger sind tragende Wände aus Stampflehm. Schicht für Schicht füllen bei dieser Methode die Bauleute in eine Verschalung und verdichten diese dann unter hohem Druck. An der Maserung der fertigen Wand lassen sich noch die einzelnen Schritte ablesen.

„Mit handwerklicher Begabung kann man dabei auch sehr viel Eigenleistung erbringen, das senkt die Kosten“, berichtet Bauherr Matthias Hein. Außen hat er seine Wände mit einer Hanfdämmung so verpackt, dass die solarthermische Anlage meist als Heizung ausreicht und die Familie den Holzofen nur selten in Gang setzen muss.

Häufiger werden hierzulande jedoch nicht ganze Wände aus Lehm gebaut, sondern mit ihm verputzt. Auch in dieser Form kommen seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften zum Tragen, sagt Muñoz-Cerny. Allerdings muss man darauf achten, dass die Schicht eine gewisse Stärke hat: Sie sollte mindestens 20 bis 25 Millimeter dick sein. Und bei Farben und Anstrichen muss man auf diffusionsoffene Varianten zurückgreifen – also solche, die Wasserdampf durchlassen und ihn nicht aussperren.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 23.01.2010)

Zu lange nachgedacht – Tipps zum Studium

Monday, January 25th, 2010

Aus meinem News Archiv:

Zu lange nachgedacht

Mehr Informationen auf diepresse.com

Planung ist das halbe Studium

Wednesday, January 20th, 2010

Aus meinem NEWS Archiv

Planung ist das halbe Studium

Mehr Informationen auf diepresse.com

Websurfer planen das perfekte Hotel

Tuesday, December 15th, 2009

Aus meinem NEWS Archiv: 29. Juli 2009

Websurfer planen das perfekte Hotel

Mehr Informationen auf kurier.at

Was Vorträge gut macht: Zuhören, Lernen und Üben

Wednesday, December 9th, 2009

Aus meinem NEWS Archiv: 29. July 2009

Angehende professionelle Redner und Unternehmen, die Vorträge buchen wollen, können sich bei der Speakers Convention einen Überblick über die Branche verschaffen und Kontakte knüpfen.

Kommende Woche treten in Salzburg einige der besten Redner der Welt auf. Die Internationale Convention der German Speakers Association (GSA) bietet am 5. und 6. September die Gelegenheit, sich für die eigene Ansprache vor den Mitarbeitern oder für einen Vortrag vor wissenschaftlichem Publikum inspirieren zu lassen.

Die GSA, eine Plattform für professionelle Vortragende im deutschsprachigen Raum, sieht sich als Drehscheibe für Speaker. Ihr Ziel ist neben der Professionalisierung von Speakern und dem Austausch untereinander auch die Bewusstmachung, dass es den Beruf des Speakers überhaupt gibt.

Das englische “Speaker” ist nicht einfach mit “Sprecher” zu übersetzen, wie Fleur Wöss, Präsidentin des im März gegründeten GSA Chapter Österreich, erklärt: “Ein Speaker ist einer, der fürs Reden Geld bekommt und neue Ideen ins Publikum wirft.”

Branchen-Überblick.

Speaker sind auf bestimmte Themen wie etwa Motivation, Zeitmanagement oder richtige Führung spezialisiert und werden in erster Linie von Unternehmen gebucht, um vor den Mitarbeitern aufzutreten oder durch eine Abendveranstaltung zu führen. Insofern ist die Convention eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick über die Speaker-Branche zu verschaffen.

Die Themenpalette der Vorträge reicht von “Simplify a Speakers Life – einfacher und glücklicher leben” von Bestsellerautor Werner Tiki Küstenmacher über “Putting Humor to Work” von Michael Kerr bis hin zu “Körpersprache des Erfolgs in der Weiterbildung” vom Körpersprachen-Altmeister Samy Molcho.

Bei der Convention wird man Fleur Wöss zufolge erleben können, dass zu einem gelungenen Auftritt heute nicht mehr nur fachliche Kompetenz und ein mitreißender Vortragsstil gehören: “Man wird sehen, wie wichtig die Inszenierung mit Musik und Lichteffekten ist, oder aber auch die Art, wie jemand vorgestellt wird.”

Wöss ist der Ansicht, dass die Redekultur bei uns unterentwickelt ist: “Es herrscht immer noch der Glaube, es komme nur auf das Was und nicht auf das Wie an.”

Außerdem bestehe ein auf die Nazi-Zeit zurückzuführendes Trauma, wonach man Leute mit Reden nicht begeistern dürfe. Nun sei es aber an der Zeit, umzudenken und das Trauma zu überwinden, denn “motivieren kann kein Buch und kein Fact Sheet, sondern nur ein Mensch.”

Üben, üben, üben.

Wer selbst vorhat, sich als Speaker einen Namen zu machen, hat als Mitglied des Chapter Österreich die Möglichkeit, vor anderen Vortragenden aufzutreten und sich Verbesserungstipps zu holen. Wer ein guter Speaker werden will, muss eben “üben, üben, üben”, so Fleur Wöss. “Ein Vortrag muss sehr oft gehalten werden, bis er richtig kurz, knackig und professionell wird.”

Übrigens: Speaker ist einer jener wenigen Berufe, bei dem allzu große Jugendlichkeit eher von Nachteil ist. Der Altersschnitt der bisher 40 Mitglieder des Chapters (GSA insgesamt: etwa 300 Mitglieder) liegt bei 40 Jahren. Wöss: “Man wirkt nicht glaubwürdig genug, wenn man noch nicht viel Lebenserfahrung hat.”

Online-Artikel und mehr Informationen auf wirtschaftsblatt.at

Online–Spiele: Ein neues Schwert aus dem Internet

Monday, December 7th, 2009

Aus meinem NEWS Archiv:  19. May 2007

Ex-Gründer von sms.at gründen die Internet-Handelsplattform FatFoogoo für virtuelle Spiele.

Wien. 8,5 Millionen – meist jugendliche – Helden messen ihre Künste täglich in der „Welt der Kriegskunst“ („World of warcraft“). Ein dritter Weltkrieg? Nein, denn die Schlachten finden in der virtuellen Welt des Internet statt. Online-Spiele wie „World of Warcraft“ und „Second Life“, um die beiden beliebtesten zu nennen, boomen – allein in Deutschland und Österreich spielen 40 Prozent der Jugendlichen täglich. Sie bescheren den Anbietern ein Milliardengeschäft. Der IT-Branchenverband Bitcoms geht davon aus, dass sich die Umsätze bis 2011 auf knapp zehn Mrd. Euro verdreifachen werden.

Von diesem Kuchen will sich eine Gruppe österreichischer Investoren ein lukratives Stück abschneiden. Sie hat „FatFoogoo“ gegründet, eine Service- und Handelsplattform für Onlinespiele. „Das System ist mit Ebay vergleichbar“, sagt Michael Krammer der „Presse“. „Man kann sich ein Schwert oder eine Rüstung für World of Warcraft ersteigern oder mit einem anderen Spieler eine höhere Spielstufe tauschen.“ Für eine Spielfigur werden inzwischen bis zu 7000 Dollar erzielt. Auch für Avatare – so heißen die künstlichen Menschen in Second Life – soll FatFoogoo Nützliches bieten: In der künstlichen Welt gibt es zumindest so viele „must haves“ wie in der realen.

Erfahrung bei sms.at

Krammer, ehemaliger Chef des Mobilfunkers Tele.ring und der deutschen E-Plus, ist an FatFoogoo beteiligt und Aufsichtsrat. Mit an Bord sind Martin Herdina, Daniel Petri (Vorstände), Christian Lutz (Aufsichtsratspräsident) und Toto Wolff. Das Quartett war maßgeblich an der Gründung der Internet-Startup-Firmen uboot.com und sms.at beteiligt und hat mit den beiden Chat-Portalen auf das richtige Pferd gesetzt: Nach nur fünf Jahren wurden die beiden Portale um einen nicht genannten Millionenbetrag verkauft. Die Muttergesellschaft UCP morgen wurde als Download-Plattform entwickelt und ging Ende 2006 um 275 Mio. Dollar an die israelische Amdocs.

Einen Teil des Geldes und das Wissen bringen Herdina und Co. nun in FatFoogoo ein. Der Venture-Capital-Spezialist Toto Wolff soll die Finanzierung für die Expansion aufstellen. Dabei kämen sowohl ein US-Fonds wie auch private Investoren in Frage, hieß es. In drei Jahren sollen Gewinne geschrieben werden.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 19.05.2007)

Online-Artikel und mehr Informationen auf diepresse.com

Grüne Pioniere oder Umweltsünder?

Thursday, December 3rd, 2009

Aus meinem NEWS Archiv: 19. May 2007

Japan. Die Industrienation gilt als eines der grünsten Länder weltweit und als Öko-Pionier. In den Haushalten hat sich das Energiesparen aber noch nicht durchgesetzt.

Tokio. Philosophisch betrachtet sind die Japaner schon von ihren Wurzeln her die geborenen Grünen. Ihre Shinto-Religion sieht die Götter in jedem Berg, jedem Baum, jeder Pflanze – die ganze Natur ist zu verehren. Dem Anschein nach sind die Japaner in der Realität jedoch notorische Umweltsünder.

Die 26.650 Kilometer Küste der vier Hauptinseln sind gnadenlos zubetoniert. Ihre Großstädte sind steinerne Moloche, durchzogen von Hochstraßen auf Betonstelzen. Ihre Häuser sind nach einhelliger Ansicht qualifizierter Architekten fast schon kriminell schlecht isoliert. Bisher hat noch jeder Astronaut vom All aus Tokios Lichtermeer mit seinen glitzernden Werbetafeln ausgemacht. Die Industrienation zweifelt diesen scheinbaren Widerspruch gar nicht an. Sie hält ihn für den Preis dafür, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu managen.

Aus Japans Sicht sollte deshalb Energieverbrauch nicht allein in absoluten Zahlen gemessen werden, sondern besser in der Relation zum Ergebnis und in den Anstrengungen der Nation, diesen Nützlichkeitseffekt ständig zu erhöhen. Die Wirklichkeit scheint dieser These Recht zu geben. Japan verbraucht pro Kopf der Bevölkerung etwa halb soviel Energie wie die USA, erzielt damit aber in etwa das selbe Pro-Kopf-Einkommen. Die jüngsten Klimaziele der EU werden in Tokio fast schon milde belächelt. „Mit unserem Programm, den Haushalten einen Kauf energiesparender Geräte zu subventionieren, sind wir der EU um 20 Jahre voraus“, jubelt Takayuki Uedo, Manager bei der japanischen Behörde für nationale Ressourcen.

Moralische Verpflichtung

Zweifelsfrei ist Japans Industrie bei vielen Neuerungen ein grüner Pionier. Toyota und Honda brachten das energiesparende Hybridauto zur Serienreife. Die fünf größten Produzenten von Solar-Brennzellen sind in Japan zu Hause. Die Regierung unterhält mit der „Organisation zur Entwicklung Neuer Energien und Industrietechnologien“ ein Forschungsinstitut, dessen Ergebnisse allen Konzernen zugänglich sind. „Energiesparen ist ein Problem der moralischen Dimension“, behauptet Umweltminister Masatoshi Wakabayashi, der sich mit einer grünen Feder am Jackett als Öko-Freak ausweist. „Wir haben die Message der Natur verstanden und darüber ein nationales Verständnis erzielt“, sagt er.

Japan bleibt eigentlich nicht viel anderes übrig, als äußerst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Die wirtschaftliche Supermacht verfügt über keinen Tropfen eigenes Öl und über kein Gas. Fast zwei Drittel ihrer Nahrungsmittel müssen die 127 Mio. Japaner importieren, nur bei Reis könnten sie sich notfalls selbst versorgen. Dennoch leistet sich Japan an teils kuriosen Orten erstaunliche Verschwendung. Beinahe alle Japaner besitzen und benutzen fast ununterbrochen ein Handy mit TV- und Game-Funktion oder Navigationssystem. Rund 80 Prozent der Haushalte verfügen über eine Toilette, die mit Heizung sowie Gerät zur Messung der Körpertemperatur und anderem energieaufwendigen Schnickschnack ausgerüstet ist.

Sicher gibt es mehr oder weniger ernsthafte Bemühungen, den unnötigen Energieverbrauch einzudämmen. Die Regierung erfand für den Sommer „Cool Biz“, was die Büroangestellten von der Pflicht zu Sakko und Krawatte entbindet und die Klimaanlagen entlasten soll. Im Winter erlaubt „Warm Biz“ den Pullover als amtliche Geschäftskleidung. Aber bisher halten sich die wenigsten an diese ungewohnte Etikette. Selbst Umweltchef Wakabayashi räumt ein, dass sich bisher nur 1,8 Mio. Japaner verpflichtet haben, unnötiges Licht auszuschalten. Von einer offiziell verkündeten „Obsession“ der Japaner zum privaten Energiesparen kann deshalb kaum die Rede sein, auch wenn die Industrie diesen Trend vorantreiben möchte. So werden neuerdings Heizer angeboten, die mit einem Sensor die Wärme in Richtung der im Raum befindlichen Menschen lenken. Kühlschränke geben ein Warnsignal ab, wenn deren Tür zu lange offen steht. „Energienavigatoren“ steuern vollautomatisch den Verbrauch eines Haushalts.

Subventions-Wahnsinn

Aber das größte Sparpotenzial liegt eindeutig in Bereichen, die zum unverzichtbaren nationalen Stolz zählen: Transport und Service. In Zeiten steigender Ölpreise erweist sich das als genial eingeschätzte Prinzip „Just in Time“, also die Anlieferung von Produktionsteilen exakt zum nötigen Zeitpunkt, als energiefressende Umschichtung der Lagerhaltung von der Halle auf die Straße. Zudem liefern Millionen kleiner Lkw täglich landesweit fast alles aus, was der Kunde wünscht – Koffer und Golfgepäck zum Flugplatz, Wein und Bier aus dem Supermarkt, und sei es sogar frische Bratwurst vom europäischen Fleischer in der Nachbarstadt. Japans Regierung subventioniert durch Steuerverzicht auf Benzin diesen kollektiven Dienstleistungswahnsinn. Ein Liter Super kostet deshalb in Tokio umgerechnet gerade einmal 80 Cent.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 19.05.2007)

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Statistik: Jugend-Kriminalität steigt massiv an

Monday, November 30th, 2009

Aus meinem NEWS Archiv:

Die Kriminalität in Österreich sinkt deutlich – die Anzeigen gegen kriminelle Kinder dagegen explodieren.

WIEN. Die Kriminalität in Österreich geht auf Sinkflug. Die jüngste Statistik (Jänner bis September), die am Freitag veröffentlicht wurde, weist österreichweit einen Rückgang auf 422.989 Anzeigen (-4,3 Prozent) auf. Vor allem Überfälle auf Wettbüros (-20,6 Prozent), Trafiken (-10 Prozent) und Fahrraddiebstähle (-4,5 Prozent) gingen signifikant zurück; was die Polizei auf eine Offensive bei der Präventionsarbeit zurückführt.

Spitzenreiter beim Rückgang der Kriminalität ist übrigens das Burgenland mit einem Minus von 10,4 Prozent. Dann folgen Salzburg (-8,9 Prozent) und Niederösterreich (-7,2 Prozent). Hier sprechen die Zahlen klar gegen die Befürchtung, dass mit dem Fall der Schengen-Grenze Ostösterreich von Kriminellen überflutet wird. In den burgenländischen Grenzbezirken sank die Zahl der Anzeigen um bis zu 23,19 Prozent (Oberwart). In den niederösterreichischen Grenzbezirken sanken die Anzeigen durchschnittlich um rund zwölf Prozent; Spitzenreiter ist Horn mit einem Minus von 31,27Prozent.

Allerdings profitiert nicht die gesamte Ostregion in gleichem Maße. Wien verzeichnet de facto eine Stagnation (-0,8 Prozent) und ist Schlusslicht unter den Bundesländern, allerdings nicht unter den Landeshauptstädten. St. Pölten und Klagenfurt liegen hinter Wien und verzeichnen sogar einen Anstieg bei den Anzeigen (+4,7 in St. Pölten bzw. +3,9 Prozent in Klagenfurt).

Plus 27,9 Prozent

Die erfreuliche Kriminalitätsstatistik hat auch Schattenseiten: Die Jugendkriminalität explodiert. Im Vergleich von Jänner bis September des Vorjahres stieg die Zahl polizeilicher Anzeigen im Bereich der Zehn- bis 14-Jährigen um 27,9Prozent auf 5003 Anzeigen. Nun will Justizministerin Maria Fekter der Kinderkriminalität „konsequent und nachhaltig begegnen“ sowie die Prävention ausbauen, wie sie erklärte – auch wenn Jugendforscher sich dagegen wehren, von einer „kriminellen Jugend“ zu sprechen (siehe Artikel unten). Fekter weiter: „Ziel ist es, unserer Jugend ein gewaltfreies Zusammenleben zu ermöglichen und deren Unrechtsbewusstsein zu fördern.“

Weniger dramatisch, aber ebenfalls entgegen dem allgemeinen Trend, sind Anzeigen gegen Kinder unter zehn Jahren gestiegen – um 1,2 Prozent (500 Anzeigen). Fekter verweist in diesem Zusammenhang auf 270 Präventionsbeamte, die speziell für den Bereich Jugendprävention ausgebildet wurden und nun im Einsatz sind.

Neben dem explosionsartigen Anstieg der Kinderkriminalität fallen aber noch zwei andere Fakten auf. Entgegen dem Trend der sinkenden Kriminalität sind in Österreich heuer nicht nur Sittlichkeitsverbrechen (+5,4 Prozent) gestiegen, sondern auch „strafbare Handlungen gegen Leib und Leben“ (+2,3 Prozent), wie es die Polizei in Amtsdeutsch formuliert. Was für das subjektive Sicherheitsgefühl der Österreicher aber besonders wichtig ist: Die sinkende Zahl von Einbrüchen (-6 Prozent) und Raubüberfällen (-7,3 Prozent).

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 11.10.2008)

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Students4Excellence: Top-Unternehmen fördern Top-Studenten

Monday, November 23rd, 2009

Aus meinem NEWS Archiv:

Der Kampf der Firmen um gute Mitarbeiter beginnt an den Unis. Über die Plattform students4excellence treten sechs Unternehmen mit vielversprechenden Studenten in Kontakt.

Mit diesem Semester startet students4excellence.at, ein Fördernetzwerk für exzellente Studenten an österreichischen Unis und Fachhochschulen. Ziel der Plattform ist, die Studenten online zu vernetzen. Und zwar einerseits untereinander und andererseits mit jenen Unternehmen, die students4excellence.at fördern.

Das Netzwerk wird von sechs Unternehmen (Erste Bank, McKinsey & Company, mobilkom austria, OMV, Vienna Insurance Group, Wolf Theiss Rechtsanwälte) gefördert. Diese Betriebe nutzen das Programmm gleichzeitig auch für ihr Recruiting, denn erfolgreiche Studenten sind immer kritischer, was die Auswahl ihres Arbeitgebers betrifft.

Auf der Internetplattform können Mitglieder nach Praktika und Stellen bei diesen Firmen suchen. Jedes Jahr haben sechzig Studenten zusätzlich die Möglichkeit, an einem Mentoringprogramm mit “erfahrenen Führungskräften” teilzunehmen. Bei “exklusiven Veranstaltungen” treffen die Studenten auf Mitglieder der Führungsriege der teilnehmenden Unternehmen.

Auch finanzielle Förderung ist Teil des Netzwerks: So werden etwa den Top-100 Mitgliedern die Studiengebühren für das Wintersemester 08/09 zurückerstattet, Mitglieder zahlen für mobilen Breitbandzugang von A1 kein Grundentgelt.

Bei der Auswahl der Bewerber werden neben Noten auch erste Berufspraxis, internationale Erfahrung und außeruniversitäres Engagement berücksichtigt.

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