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Der Siegeszug der Technik in der Welt – Industrie 4.0

Es handelt sich um eine über 2000 Jahre andauernde Geschichte und bis heute fasziniert Automatisierung die Menschheit. Doch der Begriff Industrie 4.0 ist keineswegs neu, denn die Menschheit hatte schon einmal die Chance einen ähnlichen Schritt zu gehen.

Im antiken Griechenland öffneten sich die Tempeltüren von Alexandria wie von Götterhand. Dies machte die Stadt zum Hauptzentrum der hellenischen Welt. Doch was sich wie Magie verhielt, war nur eine kleine Maschine vom Mathematiker Heron, die mit Wasser und Feuer funktionierte. Mehrere dieser Vorrichtungen, wie auch ein Weihwasser-Automat, wurden damals aber nur als Unterhaltung genutzt. Man kann sich hier natürlich fragen wo wir heute wären, wenn die Automatisierung schon damals ihren Lauf genommen hätte.

Industrie 1.0

Die Industrie startete dann ab 1800 unter dem Namen „Industrie 1.0“. Diese lieferte Erfindungen für die mechanische Produktion. Antriebskräfte hierbei waren hauptsächlich Wasser und Dampfkraft, wie z.B. bei der Dampflokomotive. Es gab außerdem noch den Kohleabbau, die Schwerindustrie und die Dampfschifffahrt, die allesamt neue Arbeitsplätze ermöglichten.

Industrie 2.0

Im 19 Jahrhundert startete dann unter den Namen „Industrie 2.0“ erstmals die Massenproduktion. Die Hilfsmittel hierbei waren Maschinen, die mit Elektrizität und Verbrennungsmotoren angetrieben wurden. Hier entstanden auch die Fließbandfertigung und die Reihenfertigung, die im Jahr 1913 erstmals durch Henry Ford in der Autoproduktion eingesetzt wurden. Zur selben Zeit begann auch die Globalisierung: Autos, Rohstoffe, Kleidung und Lebensmittel wurden nicht nur automatisiert verarbeitet, sondern erstmals auch über Kontinente hinweg transportiert. Angetrieben wurde dieser Prozess von der Luftfahrt, die zu dieser Zeit ihren Betrieb aufnahm.

Industrie 3.0

Ab 1970 startete dann die 3. Industrielle Revolution, in der Elektronik und IT. Industrieroboter übernahmen anspruchsvolle Produktionsprozesse und vereinfachten sie. Der Start der ersten großen Rechenmaschinen, in den 90er Jahren, in den Großfirmen und auch die ersten programmierbaren Steuerungen, waren der Startpunkt für eine rasante Entwicklung bis heute – inklusive des Informationszeitalters.

Industrie 4.0

Eine genaue Einteilung der verschiedenen Stufen in der Industrie gibt es nicht. Seitdem nimmt die Digitalisierung eine konkrete Form an. Stichwörter sind hier: Smart manufacturing, digitale Produkte und Services und Geschäftsmodelle, die immer mehr den Alltag bestimmen. Big Data hält Einzug in die Unternehmen. In den Jahren 2000 bis 2003 wurden rund fünf Milliarden Gigabyte Daten erzeugt, im Jahr 2011 fast dieselbe Datenmenge in nur 48 Stunden und 2013 ist diese Datenmenge in 10 Minuten angefallen – ein regelrechter Datenberg. Jedoch müssen diese Daten richtig genutzt werden. Ein Beispiel dafür wäre, dass sich Grippewellen schon zwei Wochen, bevor die Gesundheitsbehörde sie registrierte, vorausgesagt werden konnten. So konnte frühzeitig mit der Produktion von entsprechenden Medikamenten begonnen werden. Genauso positiv wird sich die Big Data Auswertung von Daten im Verkehr auswirken können. Unfallrisiken werden deutlich verringert werden und natürlich wird das Ergebnis umso präziser, je mehr Menschen sich darauf einlassen. Dies hat auch enorme Auswirkungen auf die Produktions- und Arbeitswelt. Durch Berechnungen verschmelzen IT und Fertigungstechnik miteinander und machen es möglich durch Abstimmung von Maschinen den Menschen schrittweise zu ersetzen. Schon jetzt sind diese Datenmengen und das Internet of things (IoT) nicht mehr wegzudenken.

Eine weitere Stufe ist das Industrial Internet of things (IIOT). Es ist die industrielle Ausprägung dazu. Es repräsentiert nicht die verbraucherorientierten Konzepte, sondern konzentriert sich auf die Anwendung des Internets der Dinge im produzierenden- und industriellen Umfeld. Wenn es richtig eingesetzt wird hat es einen positiven Einfluss auf das Wachstum, die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Vorteile des IOT sind somit definitiv eine Effizienz- Erhöhung und die damit zusammenhängende Erschließung neuer Geschäftsfelder. Somit werden auch die Grenzen der physischen und digitalen Welt verwischt. Jedoch hat es nicht nur Vorteile. Die Verwaltung und der Betrieb verursachen eine Vielzahl an verschiedenen und vernetzten Geräten und damit einen hohen Aufwand und viel Zeit. Das kann der erforderlichen Absicherung im Weg stehen. Zusätzlich haben fehlende Standards und händlerspezifische Produkte zur Folge das die Geräte verschiedener Hersteller nicht miteinander kompatibel sind – somit entwickelt sich eine Abhängigkeit zu bestimmten Anbieter.

Bei der erforderlichen Absicherung gibt es jedoch noch mehr Probleme. Laut einer Bitkom Umfrage sagen Führungskräfte von Gut jedem dritten Unternehmen aus der chemischen Industrie, der Automobilbranche, den Maschinenbau sowie der Elektroindustrie, dass sie bislang noch nichts über Industrie 4.0 gehört oder gelesen haben.

Zudem gaben zwar 76,2% der gefragten aus der Metall und Elektroindustrie an, dass dieser Begriff Ihnen bekannt ist, doch nur 23,3% wussten ihn klar definiert. Damit ist es problematisch das Unternehmen abzusichern- der unterste Prozentsatz der Absicherung bei den meisten Firmen liegt bei nur 60%. Kaspersky Lab berichtete aber schon 2014 von etwa 13.000 Vorfällen im Monat, bei denen Computer mit automatischen Prozess-Systemen mit gefährlichen Codes infiziert werden sollten.

Wenn dann noch die künstliche Intelligenz in der Industrie angewendet wird entspräche das, ohne einer guten Absicherung, einer Reihe von unvermeidbaren Konsequenzen. Doch die künstliche Intelligenz für Unternehmen könnte sich lohnen, denn es stehen als Entscheidungsgrundlage so immens viele Informationen in unzähligen Quellen, wie noch nie zuvor zur Verfügung. Von KI-Technologien verspricht man sich daher, diese riesigen Datenmengen verfügbar zu machen, zu analysieren und damit zur gesicherten Entscheidungsunterstützung heranzuziehen. Eine Erhöhung des Automatisierungsgrades erfordert aber auch:

  • 78% weniger menschliche Interaktion
  • 73% Verringerung der Bearbeitungszeit
  • 72 % bessere Aktionen
  • 71 % Reduktion der manuellen Dateneingabe
  • 50 % bessere Entscheidung bei Ausnahmen

Vermutlich wird es in der Zukunft noch weitere technische Revolutionen geben. Diese werden durch noch fortgeschrittenere, flexible und integrierte Wertschöpfungsketten – Netzwerke und virtuelle Prozesse und perfekte Konsumschnittstellen geprägt sein. Dabei wird eine intensive, industrielle Zusammenarbeit der Erfolgsschlüssel werden.

iPressl wünscht euch eine spannende Zukunft!

Quellen: notch-interactive.com, lmis.de, bigdata-insider.de, computerwoche.de, youtube.com/netzgeschichten, PAC Trendstudie: “What AI can bring to business applications”

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