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Biologische "Essens-Uhr" im Hirn gefunden

Aus meinem NEWS Archiv:

Wenn Nahrung in der Nacht vorhanden ist, stellen Tiere ihren circadialen Rhytmus um – Forscher leiten daraus praktischen Tipp gegen Jetlag ab.

Boston/Washington – Wir Säugetiere tragen unsere biologische Uhr tief im Kopf. Und ihre Basisinformationen erhält sie über das Auge. Sprich: Die Retina gibt Hell-Dunkel-Signale an die Zellen des Suprachiasmatischen Nukleus (SCN) weiter, der sich im Kerngebiet des Hirns (genauer: im ventralen Hypothalamus) befindet. Von dort aus werden die Signale an den Dorsomedialen Nukleus des Hypothalamus (DMH) weitergeleitet, der unter anderem die Schlaf-Wach-Zyklen und viele andere Aktivitätsrhythmen steuert.

Neben dieser biologischen “Master-Clock” scheint es aber noch eine zweite Uhr zu geben, die mit der Essensaufnahme zu tun hat. Das behaupten jedenfalls Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts), die bei Untersuchungen an Mäusen auf diesen zweiten Zeitgeber gestoßen sind – und daraus auch einen praktischen Tipp gegen den Jetlag ableiten.

Wie die Neurobiologen rund um Clifford B. Saper in der aktuellen Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins Science (Bd. 320, S. 1074) berichten, funktioniert die herkömmliche biologische Uhr – also die Ausrichtung nach der Helligkeit – perfekt, wenn reichlich Essen vorhanden ist. Wenn allerdings Nahrung nur in der Nacht verfügbar ist, dann stellen die davon betroffenen Tiere ihren sogenannten circadianen Rhythmus um.

Den experimentellen Beweis dafür lieferte ein relativ kompliziertes Experiment an Mäusen, bei denen das für die biologische Uhr wichtige Gen Bmal1 abgeschaltet war. Diesen Mäusen wurde das Gen dann mittels viralem Vektor entweder in den SCN oder in den DMH injiziert. Aus der Analyse der Reaktionen schlossen die Forscher dann auf die biologische “Essens-Uhr”, die bei längerer Hungerphase und anschließender Nahrungsaufnahme die biologische “Licht-Uhr” ersetzen kann.

Was für die Mäuse eine Überlebensfrage ist, könnte uns Menschen die Zeitumstellung bei der Schichtarbeit und beim Reisen erleichtern, wie Clifford Saper folgert: Eine 16-stündige Fastenperiode würde ausreichen, um diese zweite Essens-Uhr zu aktivieren. Sprich: Wer bei längeren Flügen auf das Essen an Bord verzichtet und dann unmittelbar nach der Landung isst, sollte sich bei der Zeitumstellung viel leichter tun.

(DER STANDARD, Printausgabe, 23.5.2008)

Online-Artikel und mehr Informationen auf derstandard.at

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